"Diese Stammdaten 
sind einfach ein wichtiger Puzzlestein in der
Digitalisierung"

Tobias Heutger ist Geschäftsführer von Fischer
und Kaufmann und hat den Tooltracer getestet

Wie weit sind Sie in Ihrem Unternehmen auf dem Weg zur vernetzten Produktion?

» Wir haben unsere Produktionsmaschinen schon vor über 18 Jahren an einer "selbstgestrickte" Betriebsdatenerfassung (BDE) angeschlossen und konnten so den Status der Anlagen zentral beobachten und entsprechende Auswertungen fahren. Wir haben dies dann immer weiter getrieben und wären schon vor über 10 Jahren in der Lage gewesen, Maschinen "fernzusteuern". Hier machen einem aber Sicherheitsvorschriften und die unterschiedlichen Systeme einen Strich durch die Rechnung. Deshalb arbeiten wir heute mit Softwareexperten zusammen. «

Was war der Anlaß, nun mit dem Tooltracer zu arbeiten?

» Wir haben das Thema mit den Werkzeug- Stammdaten lange nicht gesehen. Das sind so versteckte Tätigkeiten und bisher haben wir da  immer herum gearbeitet. Aber diese Stammdaten sind einfach ein wichtiger Puzzlestein in der Digitalisierung. «

Und: Erfüllt dieses Instrument Ihre Erwartungen?

» Es hat ein wenig gedauert, zu verstehen, dass nicht alle Daten fertig da sind. Natürlich kann man bei Millionen Werkzeugen auf dem Markt nicht davon ausgehen, dass alle schon fertig im System sind. Aber erfassen hätten wir  ohnehin müssen. Nur in drei verschiedenen Systemen, und dass das jetzt weg fällt, ist schon eine enorme Zeitersparnis, die wir da gewinnen konnten. «

Wie viel Aufwand war es, den TOOLTRACER ins Laufen zu bringen?

» Die Einrichtung war für uns wenig Aufwand. Da sind zwei Leute von TCM gekommen, die haben alle Schnittstellen Programmiert, ERP, WinTool und zu unserem Ausgabesystem. Das hat eigentlich dann gleich funktioniert. Bei der Dateneingabe macht es das System einem mit dem geführten Prozess auch einfach. «

Der TOOLTRACER ist ein neues Produkt: Wo gibt es noch Verbesserungsbedarf?

» Das System selbst funktioniert einwandfrei. Die Oberfläche ist sauber und selbsterklärend, die Schnittstellen funktionieren und in der Anwendersoftware sind die Daten ja dann jederzeit synchronisiert. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn nun auch die Hersteller den Wert fehlerloser Stammdaten für uns produzierende Betriebe erkennen, und zu jedem Werkzeug, das auf den Markt kommt, entsprechende Datensätze mitliefern. Aber ich habe gehört, da gibt es ja schon laufende Gespräche, die Hersteller an Bord zu holen. «

Wie wichtig war es für Sie, dass hinter dem TOOLTRACER ein Unternehmen steht, das entsprechende Erfahrung mit Werkzeugen hat?

» Natürlich sehr wichtig. Aber jemand ohne diese Erfahrungen hätte so ein Instrument erst gar nicht entwickelt, sage ich einmal. Uns war auch wichtig, dass das von jemandem kommt, der herstellerunabhängig ist und absolute Datensicherheit garantieren kann. «